Bestrafung und Altruismus?

Bestrafung und Altruismus?

Bestrafung und Altruismus?

Ein fragwürdiges Ordnungsprinzip und eine begriffliche Kritik

Die vorliegende Arbeit kritisiert den Begriff und das dahinterstehende Modell der altruistischen Bestrafung von Ernst Fehr und Simon Gächter, die einen kriegsbejahenden Charakter besitzt und den Grundstein für Gewalt als erster Option einer Zuwiderhandlung hervorhebt. Menschen werden hier losgelöst von ihrer Umwelt als Kooperierende oder reine Bestrafer und Bestrafte gegenübergestellt ohne jede Möglichkeit anderer Handlungsweisen, was für sich schon völlig an der Wirklichkeit vorbeigeht. Zudem werden die Konsequenzen der Bestrafung, grade am Beispiel von Kriegen völlig außer Acht gelassen. Die Arbeit hebt einen erheblichen Diskussionsbedarf über den Begriff Altruismus hervor, wenn er seinen tendenziell positiven Charakter, nicht durch monetaristisch neoliberale Weltanschauungen verlieren will.